Aktionskreis "Hände weg von unseren Schulen"

Aktionskreis der Eltern von Kindern an Freien Schulen in NRW
c/o Bundesgeschäftsstelle der KED, Am Hofgarten 12, 53113 Bonn
Tel.: 0228/650052, Fax: 0228/696217
E-Mail: info@ked-bonn.de
www.stursulabruehl.de/EFG-INFO




Begrüßung der Sprecherin des Aktionskreises Frau Rita Römer-Moch anlässlich der Kundgebung am 21.01.2004, 12.00 Uhr vor dem Landtag in Düsseldorf


Liebe Schülerinen und Schüler,
liebe Eltern,
liebe Freunde der Freien Schulen,

wir haben uns heute zu dieser Kundgebung versammelt, weil wir in Sorge sind um die Freien Schulen in Nordrhein-Westfalen.



Erstmalig in der Geschichte unseres Landes haben sich Eltern, Schüler und Schulträger sowie Verbände aller Freien Schulen zusammen gefunden, um geschlossen gegen die Pläne der Landesregierung zu demonstrieren.

Zu der heutigen Demonstration haben sich zusammen geschlossen Eltern von Kindern an:

  • Freien Schulen in katholischer und evangelischer Trägerschaft
  • an Waldorfschulen
  • und sonstigen Freien Schulen

Als Verbände haben sich im Aktionskreis solidarisiert

  • die Katholische Elternschaft Deutschlands Landesverband NRW
  • der Verband Evangelischer Eltern NRW
  • der Elternverein NRW
  • und die Landeselternschaft der Gymnasien in NRW

Ich begrüße die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Elternverbände ganz herzlich.

Mit uns solidarisiert haben sich unsere Schulträger. Sie tragen unseren Protest mit. Im Namen der Eltern grüße ich die Schulabteilungsleiter der 5 katholischen Bistümer, allen voran den Leiter des Katholischen Büros, Herrn Prälaten Dr. Vogt.



Vor allem aber grüße ich die allerwichtigste Gruppe:

Das sind die Schülerinnen und Schüler. Denn um Euch und Eure Zukunft geht es heute.



Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern,

worum geht es uns?

Heute werden drinnen im Landtag Pläne diskutiert, die zahlreiche unserer Schulen empfindlich treffen und die Lernbedingungen der betroffenen Schüler nachhaltig verschlechtern.

Darüber sind wir empört.



  • Wir sind empört über den dreisten Wortbruch der Landesregierung. Die Regierung hatte versprochen, bei der Bildung nicht zu sparen. Mit den jetzigen Plänen sollen die Freien Schulen kaputt gespart werden. Und das, obwohl sie hervorragende pädagogische Arbeit leisten und einen ungebrochenen Zulauf von Elternseite haben.

  • Wir sind empört über die Ignoranz der Regierung. Denn die Regierung kann nicht rechnen. Die Freien Schulen mit ihren 200.000 Schülern ersparen dem Land jährlich etwa 800 bis 900 Millionen Euro. Die Freien Schulen sponsern den Staat und nicht umgekehrt.

  • Wir sind empört über die Arroganz der Regierung. Anstatt dass die Regierung froh und dankbar ist über die gute Arbeit der Freien Schulen, will sie deren Eigenanteil erhöhen.

  • Wir sind empört über die ideologischen Scheuklappen der Regierung. Die Freien Schulen in Ihrer Vielfalt und mit ihrem Engagement der Eltern und Schüler sind der Regierung ein Dorn im Auge.

  • Das, liebe Schüler und Eltern, ist der wirkliche Grund der Regierungspläne. Aus welchem Grund macht sich die Landesregierung denn sonst an die Schulen heran, die für sie am kostengünstigsten und am effektivsten arbeiten?

Das lassen wir nicht mit uns machen.

Wir haben genug von den falschen Versprechungen der Landesregierung. Wir lassen uns nicht länger hinhalten. Wir nehmen die Regierung beim Wort.


Liebe Schüler,
liebe Eltern,

wir haben in den letzten Wochen schon viel unternommen. Wir haben Unterschriften gesammelt (insgesamt 330.000), wir haben Briefe an die Landtagsabgeordneten geschreiben, etliche von uns haben schon demonstriert: im November die 4.000 Schüler im Bistum Essen, im Dezember über 2.000 Waldorfschüler.

Heute sind wir gemeinsam hier und fordern: Hände weg von unseren Schulen!

Ich darf nun zunächst als Vater Herrn Michael Mertes aus Bonn um sein Statement bitten.
Anschließend Frau Ulrike Offele als Mutter aus dem Bistum Essen.

Schließlich wird ein Schülervertreter sprechen: Nathanael Liminski vom Collegium Josephinum Bonn.


Der musikalische Betrag wird geleistet von der Band "The Idols", die unter anderem eindruckvoll die Vielfalt der Freien Schulen unter Beweis stellt.




Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

unsere Kundgebung geht zu Ende.

Ich darf allen, die sich daran beteiligt haben, herzlich danken.

Ein letztes Wort an das Landesparlament:

Nehmen Sie unsere Argumente ernst.

Schieben Sie sie nicht beiseite.

Wir sind eine Bereicherung und Segen für das Land.


Auf Wiedersehen und gute Heimreise




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